Natureinsätze von BirdLife Glarnerland

 

 

Seit der Begründung unserer Gruppe «im Einsatz für die Natur» haben sich unsere 4 – 5 jährlichen Einsätze gut etabliert. Die Kooperation mit Pro Natura war ein weiterer wichtiger Schritt, um unseren Adressstamm wachsen zu lassen. Regelmässig sind wir für Heckenpflege und Rückschnitte bei Ufergehölzen oder auch für die Pflanzungen von neuen Hecken, dem Bau von Wieselburgen oder Asthaufen tageweise im Einsatz. Zum Schutz und Erhaltung von besonders sensiblen Gebieten, bekämpfen wir auch invasive Neophyten.

Mach auch du mit und melde dich an: natureinsaetze@birdlife-glarnerland.ch. Gerne informieren wir dich dann über den nächsten Einsatz. 

Mittagspause am Escherkanal: Die schnellwachsenden Eschen und Haselsträucher der Uferbestockung werden herausgeschnitten. Dadurch haben empfindlichere Arten mehr Platz bekommen und die Artenvielfalt wird vergrössert. Wir sind schon öfters als Unterstützung der Gemeinde an verschiedenen Abschnitten im Einsatz gewesen.

Unser Einsatzkoordinator, Beat Briggen, legt jeweils ebenfalls Hand an. 

Im späten Winter oder im Frühen Frühling ist die beste Zeit für Eingriffe bei Waldrändern. Dann ist das Brutgeschäft der Vögel noch nicht im Gange und die Gehölze stehen noch nicht im Saft. Häufig lassen sich aus dem Schnittgut schöne Asthaufen aufschichten, welche als Nistplatz für Vögel oder Versteck, zum Beispiel für das Hermelin dienen können.

In der Ätzgen in Ennenda, einer Magerwiese von regionaler Bedeutung, hat sich in der Vergangenheit die Kanadische Goldrute breitgemacht. Mit dem Jährlichen Einsatz gelingt es, diese in Schach zu halten und damit den Bewirtschafter zu unterstützen. 

Der Einsatz findet am besten noch vor Mitte August statt, bevor die Samenbildung eingesetzt hat: Ausrupfen und in die Säcke stopfen. Beim Gemeinsamen Einsatz wird der Erfolg schneller sichtbar. Die «Ausbeute» wird jeweils sachgerecht von den Mitarbeitenden der Gemeinde abgeführt.

In Bränden, oberhalb Netstal, einer weiteren Trockenwiese, hier von nationaler Bedeutung sind im Laufe der Zeit bei mehreren Einsätzen die Dornengebüsche durch Freischnitte gefördert worden. Auch neue Büsche sind gepflanzt worden. Diverse Tagfalter haben hier unter der Wiggiswand ein zuhause. Vielleicht wird eines Tages ein Neuntöter bei einer Brut entdeckt.
Das Schnittgut wird vom Bewirtschafter abtransportiert.

Für die Verpflegung in der Mittagspause wird immer gesorgt. Der Boden ist noch frisch. Ein Baumstrunk oder ein liegender Baum schafft Abhilfe und die Sonne vermag die Gesichter schon etwas zu erwärmen.

Für die neue Hecke auf einem Grundstück von Arno Kiburz und Johanna Tschirren haben wir gegen 300 Sträucher gepflanzt. Im Sommer 2026 besuchen wir an einer Exkursion von BirdLife Glarnerland den Hof und werden uns die Entwicklung der Hecke anschauen.

Unter der Anleitung einer Fachperson haben wir auch Kleinstrukturen errichtet. Solche Asthaufen müssen bestimmte Anforderungen erfüllen, damit die Zielarten auch wirklich einziehen. Schon im zweiten Jahr nach deren Erstellung sind Wisel gesichtet worden!

Im Geschiebeablagerungsplatz der Guppenrunse sind periodische Schnitte von Gras und Gehölz im steilen Gelände nötig. Aktuell führen wir den Auftrag der Gemeinde jährlich durch. Bei schönstem Herbstwetter bereitet die Arbeit vor dieser monumentalen Kulisse besonders Freude. 

Der Naturlehrpfad, auch als Biotop in Betschwanden bekannt, wurde vor Jahrzenten durch BirdLife Glarnerland und WWF Glarus eingerichtet. Dieser Lebensraum braucht weiterhin Pflege. Hochmotivierte Frauen einer Firma haben uns bei diesem Einsatz unterstützt.

Am Ende des Einsatzes ist der Wasserfläche des Tümpels wieder freigelegt. So werden die Amphibien diesen wieder finden.