Die Mehlschwalben brauchen unsere Hilfe

Die montierten Kunstnester wurden von den Mehlschwalben sofort angenommen. Foto: Urs Lütschg, Glarus

Naturwege, unbefestigte Strassen und Vorplätze werden immer seltener. Gerade darauf sind unsere gefiederten Frühlingsboten, die Rauch- und Mehlschwalben, angewiesen, da sie mit feuchtem Lehm und ihrem Speichel die Nester bauen. Um gutes Nistmaterial zu finden, müssen die Vögel deshalb immer weiter fliegen. Dadurch verbrauchen sie viel Energie, die sie dringend für das Aufziehen der Jungen benötigen.

In Ennenda, am Gebäude der Garage Elsener, existieren noch solche Naturnester von Mehlschwalben. Zur Stützung der noch vorhandenen Kolonie hat BirdLife Glarnerland im Gespräch mit den Gebäudeeigentümern Lösungen vorgeschlagen: die brüchigen Naturnester ersetzten wir durch Kunstnester und ergänzten mit zusätzlichen Nestern. Damit die Verschmutzung der Fassade und der Schaufenster ein Ende nimmt, haben wir zudem durchgehend Kotbretter montiert. Daraus ergibt sich ein Gewinn für alle: die Mehlschwalben haben die neuen Nester gerne angenommen, der Hausbesitzer hat eine saubere Fassade und wir von BirdLife Glarnerland freuen uns über die gelungene Fördermassnahme. Wir danken der Familie Elsener für die konstruktiven Gespräche und die gute Zusammenarbeit.